Ankerwinde mit Freifallfunktion


Mit meiner "Happy Hunter" wollte ich vorbildgetreue Ankermanöver durchführen. Dazu sollte der Anker jedoch wie beim Vorbild frei fallen können, was eine spezielle Mechanik erforderte. Diese Mechanik sollte jedoch möglichst einfach und billig sein und nur einen Kanal der Fernsteuerung belegen. Das Ergebnis ist hier zu sehen.
 


 
  Die Modellankerwinde auf dem Backdeck ist nur eine Attrappe. Für eine einwandfreie Funktion ist es jedoch erforderlich, dass sich die Rolle, über die die Kette läuft, sehr leicht drehen kann.

Wesentlicher Bestandteil ist der Antrieb über ein Schneckengetriebe. Ein Schneckengetriebe hat den Vorteil, dass es selbstsperrend ist. Damit kann der Anker problemlos in jeder Stellung gehalten werden. Mit Hilfe eines Servos wird der Motor angehoben, dazu ist er mit Hilfe eines Scharniers auf der Grundplatte befestigt. Dadurch wird das Getriebe geöffnet und die Windentrommel kann sich nun frei drehen. Der Anker fällt! Gleichzeitig wird ein Microschalter betätigt der das Ankerlicht auf dem Vormast einschaltet. Wir das Servo in die andere Richtung gedreht, so wird die Getriebeverbindung wieder hergestellt und über den zweiten Microschalter der Motor eingeschaltet. Der Anker wird gehievt!

Damit der Motor seine Kraft optimal umsetzen kann, wird er mit einer Feder nach unten gezogen. Ein Anschlag verhindert, dass die Zahnräder genügend Spiel haben.

Wenn der Anker in die Ankertasche läuft, rutscht das Schneckenritzel über das Zahnrad. Die Kraft des Motors ist weder groß genug um die Kette reißen zu lassen noch um die Zahnräder zu zerstören, vorausgesetzt sie sind aus dem gleichen Material.
 

Position der Mechanik im Modell


 
Auf den folgenden Aufnahmen wurde die Ankerwinde zur besseren Erkennbarkeit ausgebaut und auf Deckshöhe gebracht.

Anker in Ruhestellung (Servo in Mittelstellung)
 

Anker fällt (Servo hebt Motor an und betätigt Microschalter für Ankerlicht)
 

Anker wird gehievt (Servo schaltet über Microschalter den Motor ein)